Geschichte

Die Idee, einen Posaunenchor zu gründen, konnte unter Pfarrer Drechsel im Jahre 1912 noch nicht verwirklicht werden, da die Geldmittel nicht vorhanden waren. Im Herbst des Jahres 1927 gründete Pfarrer Knappe mit einigen bereitwilligen Männern von Vorra und Artelshofen den Posaunenchor. Als freiwillige Gaben kamen bis Jahresende DM 800,00 zusammen. Mit diesem Geld konnten zwölf Instrumente angeschafft werden. Die Posaunenstunden fanden anfangs in der Kirche, später im Pfarrhaus und danach bei Sattlermeister Schwemmer statt. Mit der ersten Übung wurde am Reformationstag begonnen. Da Pfarrer Knappe selbst kein Bläser war, spielte er die Stücke zunächst auf der Orgel vor. Zur Ausbildung der Bläser wurde zusätzlich Schreinermeister Hofmann aus Nürnberg engagiert.

Am Ostersonntag und zur Konfirmation im Jahre 1928 trat der Chor zum ersten Mal auf.

Ab 1930 spielte der Chor bei allen Festgottesdiensten, meist bei Beerdigungen und auf Wunsch bei Trauungen mit.

Auch in den Kriegsjahren konnte die Chorarbeit fortgesetzt werden. Lediglich 1944 bis 1945 ruhte die Arbeit des Posaunenchores. Beim Einmarsch der Amerikaner wären die Instrumente vermutlich als „Souvenirs“ mitgenommen worden, wenn nicht der beherzte Landwirt, Bläser und Chorleiter Johann Böhm eine gute, aber gefährliche Idee gehabt hätte: er versteckte die Instrumente im Heu seiner Scheune.

Am Reformationstag 1947 wurde, zusammen mit der 400-Jahrfeier der Kirchengemeinde  Vorra, das 20-jährige Bestehen des Posaunenchores begangen. Chorleiter war damals Hans Heidner aus Nürnberg. Als dieser im Jahre 1952 die Chorleitung abgab, übernahm Lehrer Alfred Heinrich die Leitung des Chores.


                   

Am 20./21. Mai 1967 wurde das 40-jährige Bestehen gefeiert. Aus diesem Anlass fand im Saal des Gasthauses Heißmann ein Festabend mit Ehrungen statt. Vom Verband war Kirchenmusikdirektor Köstner anwesend. Dieser war bereits vorher zweimal in Vorra gewesen, um den Chor musikalisch auf das Fest vorzubereiten, denn der langjährige Chorleiter Alfred Heinrich musste aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Zum Bezirksposaunentag kamen am Sonntag ca. 15 Chöre mit knapp 300 Bläsern nach Vorra.
Ab 1970 erfuhr die Chorarbeit einen wesentlichen Aufschwung. Wolfgang Pöhner, Studienrat und einstiger Windsbacher Sängerknabe übernahm die Leitung des Chores, die er bis heute ausübt. Leonhard Herbst, der den Chor aushilfsweise von 1967 bis 1970 leitete, wurde Obmann.  

Im Jahre 1977 wurde das 50-jährige Bestehen gefeiert. Die erste Veranstaltung im Jubiläumsjahr war ein Kirchenkonzert während der Passionszeit. Die Hauptveranstaltungen waren dann am 9. Juli 1977 ein Konzert in der Turnhalle und am 10. Juli ein Festgottesdienst im Schlosspark, zu dem auch die Nachbarchöre von Artelshofen, Alfalter, Eschenbach, Hirschbach, Hohenstadt und Velden eingeladen wurden. Im Jahr 1979 wurde Fritz Dorn zum Obmann des Posaunenchores bestimmt. Er übte dieses Amt bis 2008.

10 Jahre später wurde das 60-jährige Jubiläum gefeiert. Am 23. Mai 1987 war in der Turnhalle ein Festkonzert und am Sonntag, den 24. Mai 1987 fand in Vorra der Bezirksposaunentag statt.

Im Jahr 2002 fand das 75-jährige Gründungsjubiläum statt. Der Posaunenchor veranstaltete am 09. Juli 2002  ein Konzert mit Festabend und Ehrungen langjähriger Mitglieder in der Marienkirche in Vorra.

Im Oktober 2007 konnte konnte der Chor seinen Obmann Fritz Dorn für 40 jährigen Bläserdienst ehren. In Rahmen eines Gottesdienstes konnten Herbert Leimberger für den Chor und Gerhard Schönhöfer für den Bezirk die Ehrungen bzw. Nadeln übergeben.

Im Juli 2008 verstarb Fritz Dorn.

Neuer Obmann wurde Andrea Deyerler. Das Amt des Stellvertreters übernahm Manfred Kellner. Die Kasse wird von Herbert Leimberger und Peter Schwarm geführt.

Für 40 jährige Chorleitertätigkeit konnte im Jahr 2010 Wolgang Pöhner geehrt werden. Die Bläserinnen und Bläser Andrea Deyerler, Petra Westphal und Werner Hartmann wurden für 25 Jahre geehrt.

Im April 2011 fand im Rahmen der 1000 Jahrfeier von Vorra ein Passionskonzert statt. Die Bläser Roland Weber und Herbert Leimberger wurden von Bezirksobmann Gerhard Schönhöfer und Pfarrer Daniel Lischewski für 40 jährige Bläsertätigkeit geehrt.

Beim Festzug zur 1000 Jahrfeier des Ortes nahm der Chor mit einen festlich geschmückten Wagen in historischer Kleidung teil. Die musikalische Darbietung umfasste Lieder aus dem 14. bis 18. Jahrhundert.

Im Januar 2012 wurden Rudi Lederer als Obmann und Werner Hartmann, der auch das Amt des Notenwartes inne hat, als Stellvertreter gewählt.

Im Februar 2012 mußte der Posaunenchor von der Bläserin Birgit Albert für immer Abschied nehmen.

Im März 2013 konnten bei einem Passionskonzert in der Marienkirche die Bläser Christian Dorn für 25 Jahre, Horst Schwarm für 40 Jahre, Georg Stief für 50 Jahre und Hermann Kuchenbrod für 60 Jahre geehrt werden.

Bei einem Kirchenkonzert im Frühjahr 2014 mit Liedern zur Passion und Lieder verschiedener fränkischer Kirchenmusiker konnten wir 4 Bläser für 10 Jahre treuen Dienst ehren. Für 40 Jahre Dienst im Posaunenchor wurden Thomas Prechtel und Peter Schwarm geehrt.

Zum Jahresende 2015 hat nach einer meher als 50 jährigen Bläsertätigkeit unser Tubist Georg Stief aufgehört. Ihm gilt unser aller Dank. Bei der Jahresabschlußfeier 2015 konnten wir unseren Obmann Rudi Lederer für 40 Jahre Dienst ehren.

Dank der engagierten Jugendarbeit, die von erfahrenen Musikern gestaltet wird, kommen regelmäßig neue Bläser dazu.

Das musikalische Repertoire des Chores reicht von geistlicher Musik über Klassik, Swing, Gospels, Spirituals, Volksmusik, Märsche, Schlager bis zum Tango.

Neben den örtlichen Veranstaltungen nimmt der Chor regelmäßig an den Landes- und Bezirksposaunentagen teil. Die Arbeit während des Kirchenjahres erfordert sehr viel Einsatz und Opferbereitschaft. So kann man davon ausgehen, dass der Chor im Laufe eines Jahres ca. 90 mal zusammen kommt. Neben den wöchentlichen Proben wirkt der Chor bei Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen, Gottesdiensten, Konzerten und Geburtstagen mit.